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Fachgruppe
Vierseithof Niederschöna
Gründung: 20. März
2002
Kontaktadresse: Christine Zimmermann 09600 Niederschöna Obere
Dorfstraße 26
Tel. 035209/20268, E-Mail: christine-zimmermann@web.de
Spendenkonto: Gemeinde Niederschöna Kontonummer 334 0000
165 bei der Kreissparkasse Freiberg, Bankleitzahl 870 52000, Zahlungsgrund:
Vierseithof
Unser Vierseithof in Niederschöna
(09600 Niederschöna, Untere Dorfstraße 3) wurde im Jahr 1991 von der Gemeinde Niederschöna mit Hilfe von Fördermitteln des
Amtes für Ländliche Neuordnung gekauft. Die in den Folgejahren durchgeführten
Arbeiten dienten vorrangig dazu, dem weiteren Verfall (u. a. Hausschwammbefall)
der Bausubstanz entgegenzuwirken und
den Originalzustand des Gehöftes weitgehend wiederherzustellen.
So wurden an Wohnhaus und
Pferdestall Bretterverkleidungen entfernt, die das Fachwerk verdeckten. Die mit
einem Bretterverschlag versehene Galerie erhielt ihr ursprüngliches Aussehen
zurück. Die Dächer von Wohn- und Seitengebäude und Pferdestall wurden mit
Ziegeln neu gedeckt. Im September 2001 wurde die Scheunenübersetzung, die in
den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurde, wieder entfernt.
Da die finanzielle Lage der Gemeinde
die Arbeiten zum Stagnieren brachten und der Verfall drohte, gründeten
interessierte Einwohner Niederschönas die Fachgruppe, um gemeinsam Wege zu
finden, die Arbeiten voranzubringen.
Die Sicherung der Fundamente
sowie die Sanierung der Fachwerk- und Dachkonstruktion am Scheunengebäude
wurden im Frühjahr 2002 von verschiedenen Handwerksbetrieben der Region mit
Hilfe von Fördermitteln durchgeführt. Im Jahr 2003 konnte das Dach der vom
Einsturz bedrohten Scheune gedeckt werden.
Bevor der Vierseithof wieder
genutzt werden kann, ist ein erheblicher Material- und Arbeitsaufwand nötig.
Geplant ist der Aufbau eines Kommunikations- und Informationszentrums,
d. h. kulturelle Belange wie auch Vereinsarbeit sollen hier eine Heimstatt
finden.
Unser Vierseithof ist die
Behausung eines Gärtners.
Er besteht aus
Wohnhaus mit Nebengebäude, auch als Gesindehaus bezeichnet. Über der
Eingangstür des Wohnhauses befindet sich ein Schlussstein aus dem Jahr 1831 mit
den Zeichen der Zimmermannszunft. Die Wände des Erdgeschosses des Wohnhauses
wurden in dieser Zeit massiv erneuert, das Obergeschoss ziert noch Fachwerk. Ein
Balken ist mit der Jahreszahl 1710
versehen, daneben finden wir die Initialen C R BH (Christian
Richter, Bauherr) und G Z ZM (George
Zeller, Zimmermeister)
Im Nebengebäude waren im
Erdgeschoss Stallungen, im Obergeschoss Gesindestuben untergebracht. Eine
Besonderheit stellt die offene Galerie über dem Stall dar. Durch sie war das
Wohnhaus unmittelbar mit der Scheune
verbunden. Die Scheune ist das älteste Gebäude des Ensembles. Mit Hilfe von
dendrochronologischen Untersuchungen, veranlasst durch das Landesamt für
Denkmalpflege Sachsen, wurde für das verbaute Fichtenholz als Fällzeitraum 1568/69
ermittelt. Im vierten Gebäude, dem ehemaligen Pferdestall, wurde als Fällzeitpunkt des Bauholzes das Jahr 1714
festgestellt.
Unser Vierseithof stellt ein Kleinod dar. Er verkörpert Beispiele
ländlichen Bauens im Zeitraum von fast vier Jahrhunderten.
Mitstreiter sind herzlich willkommen!
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1994 Vor
dem Freilegen des Fachwerks, Foto: Jochem Schaller

2003
Gesamtansicht, Foto: Peter Bernard

2003
Dachdecken, Foto: Christine Zimmermann

2002
Scheckübergabe durch Frau Dr. Engewald Foto:
Dr. Egon Stelzner |