index_html_smartbutton9.gif       
forumblack.gif

Mitteilungen des Freiberger Alterumsvereines   Denkmaltopographie   Mitgliederpublikationen   Andreas- Möller- Geschichtspreis
 

                    Denkmale in Sachsen. Stadt Freiberg

                           Die in drei Bänden erscheinenden Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg sind das Ergebnis eines mehrjährigen
                    Forschungsprojektes zur Bau- und Kunstgeschichte dieser Stadt.
In 36 Einzelbeiträgen beleuchten 33 Autoren die
                    unterschiedlichsten Facetten zur Stadt-, Bau- und Kunstgeschichte.

                    Die beschreibende, bildliche und kartografische Darstellung der Kulturdenkmale Freibergs (Denkmaltopographie
                    Freiberg) wird in den nächsten Jahren folgen.Freiberg entstand als älteste und bedeutendste Bergstadt sowie als
                    weitaus größtes urbanes Zentrum in Obersachsen im ausgehenden 12. Jahrhundert. Nach mehreren verheerenden
                    Feuersbrünsten wurde nach dem letzten Stadtbrand im Jahr 1484 eine noch heute zu großen Teilen erhaltene,
                    vorwiegend von spätgotischen und renaissancezeitlichen Bauwerken geprägte Altstadt errichtet. Nach den
                    Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges setzte die Bebauung in den Vorstädten nur sehr zögernd wieder ein und
                    ist heute vor allem das Ergebnis einer verstärkten Aufsiedelung in der zweiten Hälfte des 19. und im 20. Jahrhundert.

                    Freiberg verfügt mit etwa 1200 Einzeldenkmalen über einen in Sachsen vergleichsweise sehr großen Bestand.
                    Neben zahlreichen Bürgerhäusern und bergbaulichen Anlagen gehören dazu die Sakralbauten der Stadt.
                    Hervorzuheben ist hierbei der Dom mit seinen überregional bedeutsamen Kunstschätzen.

                    Im Band I der Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg wird erstmals die bauliche Entwicklung der Stadt
                    in ihrer Gesamtheit seit deren Gründung im 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart dargestellt. Weitere Aufsätze
                    widmen sich herausragenden Einzeldenkmalen sowie der Denkmalpflege und Stadtsanierung.

                    Der zweite Teilband beinhaltet vor allem kunstgeschichtliche Themen und befasst sich mit den technischen
                    Denkmalen  des Berg- und Hüttenwesens.
Band III widmet sich der Innenausstattung der Bürgerhäuser und
                    gibt dem Leser mit einem Quellenanhang, dem Register für alle drei Bände usw. wichtige Hilfsmittel zur Benutzung
                    der drei Bände "Beiträge" in die Hand.
Im Band IV erfolgt die Beschreibung der Denkmale in den Vorstädten
                    und im Band V die der Altstadt.

             

Yves Hoffmann/Uwe Richter (Hg.): Denkmale in Sachsen. Stadt Freiberg. Beiträge, Band I. ISBN 3-936784-00-0
 

Am 28. November 2002 konnte in einer feierlichen Veranstaltung im Ratssaal des Freiberger Rathauses der erste Band der "Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg" der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach fast drei Jahren intensiver Arbeit des Freiberger Altertumsvereins liegt damit das erste greifbare Ergebnis des bislang größten Forschungsprojektes des Vereins vor, das gemeinsam vom Altertumsverein und dem Landesamt für Denkmalpflege herausgegeben wird.

Ohne die großzügige Unterstützung der Robert Bosch Stiftung Stuttgart hätte dieses Projekt nicht in Angriff genommen werden können. Nachdem im Herbst 1999 zunächst die Ziele eines förderfähigen Antrages formuliert worden waren und dieser Zustimmung in Stuttgart gefunden hatte, begannen der Freiberger Altertumsverein e. V. und das Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg im Januar 2003 mit der Erarbeitung der Denkmaltopographie. Im Unterschied zu den anderen in der Bundesrepublik Deutschland erschienenen Denkmaltopographien sollte in Freiberg von Anfang an ein größeres Augenmerk auf die Auswertung der Ergebnisse gelegt werden. Nicht nur eine mehr oder weniger ausführliche Einleitung sollte den Beschreibungen der Topographie vorangestellt werden, sondern es war an einen Extraband "Beiträge" gedacht worden, für den verschiedene Wissenschaftler bestimmte Aspekte der Bau- und Kunstgeschichte, bzw. der Geschichte näher beleuchten sollten. Geplant waren demnach ein Band mit den auswertenden Aufsätzen und ein Band der eigentlichen Topographie.

 

 Im Fortgang der Arbeiten zeigte sich jedoch, dass bei einer solchen Begrenzung des Umfanges weder die auswertenden Beiträge angemessenen dargestellt werden können, noch dass die Denkmale selbst in einen einzelnen Band "gepreßt" werden können. Geplant sind nunmehr drei Bände "Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg" und zwei Bände "Denkmaltopographie Freiberg". Letztere werden untergliedert in Band IV "Vorstädte" und Band V "Altstadt".

Der kürzlich vorgelegte ersten Band hat einen Umfang von 425 Seiten, 622 teilweise farbige Abbildungen und 2 Beilagen. In diesem Band legen 17 Personen in 17 Einzelaufsätzen ihre Ergebnisse vor. Zahlreiche historische Fotografien, Grafiken und Pläne, die zu einem großen Teil bislang unpubliziert sind, illustrieren anschaulich die jeweiligen Beiträge.

Nach einem Geleitwort der Oberbürgermeisterin Dr. Uta Rensch, einem Vorwort des im Sommer 2002 in den Ruhestand getretenen Landeskonservators des Landesamtes für Denkmalpflege Prof. Dr. Gerhard Glaser folgen die Vorbemerkungen der beiden Projektleiter Yves Hoffmann und Uwe Richter, in denen das Projekt und das Zustandekommen des ersten Bandes näher erläutert werden. Daran schließen folgende Aufsätze an:

 

Undine Kaden und Ursula Ladwig: Geologie, naturräumliche Lage und Landschaftsstruktur des Freiberger Raumes. S. 1-4:

Hier werden die natürlichen Rahmenbedingungen näher erläutert, die für die Entstehung und Entwicklung der Stadt Freiberg von Belang sind.

 

Uwe Richter: Freiberg im Mittelalter. S. 5-45:

In dem Aufsatz wird zunächst ausführlich auf die Entstehung Freibergs eingegangen, wobei die schriftlichen Quellen zur Frühegeschichte in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts einer kritischen Sichtung unterzogen werden. Baulichkeiten aus der Zeit vor dem letzten großen Stadtbrand im Jahr 1484 haben sich nur in geringem Umfang erhalten; diese werden ausführlich vorgestellt, wobei auch auf archäologische Befunde eingegangen wird. Insbesondere das spätromanisch/frühgotische Gebäude Untermarkt 1 verdient besondere Beachtung, da es sich um das repräsentativste erhaltene Gebäude aus dieser Zeit in einer Stadt in Sachsen handelt. Bemerkenswert ist auch das ursprünglich zweigeschossige Haus Pfarrgasse 37, das das älteste dendrochronologisch datierte Bürgerhaus im heutigen Sachsen (um 1250) ist. Seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert bis in das späte Mittelalter war Freiberg aufgrund des Silberbergbaus die bedeutendste Stadt in der Mark Meißen.

 

Ulrich Thiel: Freiberg zwischen 1484 und der Mitte des 17. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung des Baugeschehens. S. 46-75:

Gemessen an der Bedeutung des Bürgerhausbaus der Spätgotik und Renaissance hätte dieser Beitrag allein einen Band füllen können, haben sich doch in der Stadt etwa 250 Gebäude aus dieser Zeit erhalten! Da dies jedoch nicht möglich war, stellt der Autor die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen näher vor und gibt schließlich einen Abriß zur  baulichen Entwicklung. Dieser Zeitabschnitt soll nach Abschluss des Gesamtprojektes noch einmal ausführlich dargestellt werden. Im Band II werden verschiedene Einzelaspekte dieser Zeit außerdem näher beleuchtet (Wandmalereien, Bauplastik, Dachwerke). Hervorgehoben werden sollen hier nur das älteste überhaupt erhaltene "reine" Sitznischenportal am Gebäude Untermarkt 8, das zwischen 1499 und 1502 errichtet wurde, das Frührenaissancegebäude Obermarkt 17, das der aus Regensburg stammende Patrizier Georg Lißkirchen (Lißkirchner) 1528-31 errichten ließ und das zu den frühesten Renaissance-Bürgerhäusern Mitteldeutschlands gehört und auf die Gebäudegruppe der sogenannten Domherrenhäuser am Untermarkt, die unmittelbar nach dem letzten Stadtbrand in der Zeit zwischen 1487/88 und den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts errichtet wurden. Der relative Bedeutungsverlust der Stadt im Vergleich zu anderen Städten Sachsens lässt sich auch am Hausbestand ablesen: Die Bedeutung Freibergs in dieser Hinsicht beruht nicht so sehr auf überregional bedeutenden Einzelbeispielen, sondern in erster Linie auf der großen Menge der hier erhaltenen Gebäuden der Spätgotik und Renaissance.

 

Yves Hoffmann und Uwe Richter: Der bürgerliche Hausbau Freibergs im Barock (1650-1800). S. 76-120:

Im Dreißigjährigen Krieg hatte die Stadt erhebliche Schäden zu verzeichnen, wobei vor allem die Vorstädte fast vollständig zerstört wurden. Der Bedeutungsverlust der Stadt kommt vor allem im 18. Jahrhundert zum Tragen. So erlebte Freiberg zwar im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts mit einer vergleichsweise großen Anzahl an Gebäuden noch einmal einen kleinen Aufschwung, wobei auch die Beteiligung Dresdner Baumeister, wie Wolf Caspar von Klengel oder Johann Georg Starcke wahrscheinlich gemacht werden konnte. Dagegen fallen die Bauleistungen des 18. Jahrhunderts trotz zweier Quartierbrände 1724 und 1728 deutlich zurück.

 

Yves Hoffmann und Uwe Richter: Die bauliche Entwicklung Freibergs von der Zeit um 1800 bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts. S. 121-136:

In dieser Zeitspanne hinkt Freiberg der allgemeinen Entwicklung deutlich hinterher. Erste klassizistische Bauten entstehen erst nach 1800 und neogotische Architekturen finden sich erst ein halbes Jahrhundert nach deren Auftreten beispielsweise in Dresden. Die lediglich regional wichtigen Baumeister Gustav Adolph Garbe und Eduard Heuchler versuchen mit zumeist geringem Erfolg den Anschluß an die Architekturentwicklung zu halten.

 

Gisela-Ruth Engewald: Die bauliche Entwicklung Freibergs von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1914. S. 137-168:

Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte auch in Freiberg ein enormer Aufschwung ein, der zum flächenmäßig größten Wachstum der Stadt führte. Aufgrund der starken wirtschaftlichen Ausrichtung auf den Bergbau, der schließlich im Jahr 1913 eingestellt wurde, fällt jedoch das Wachstum im Vergleich etwa mit Chemnitz, Plauen oder Zittau (von Dresden und Leipzig ganz abgesehen) erheblich geringer aus. Nach Anlegung des Bahnhofes im Jahr 1862 und zunächst überwiegend unregulierter Baubauung der entstehenden "Bahnhofsvorstadt" kam es für dieses Gebiet zu ersten Bauregulativen. Der erste bebauungsplan wurde erst 1888 beschlossen. Noch vor dem beginn des 1. Weltkrieges ging der Bauboom zurück. Das Baugeschehen wurde fast ausschließlich von einheimischen Kräften bestimmt; überregional bedeutende Baumeister waren in Freiberg nicht tätig.

 

Marlis Möller: Bauten des Jugendstiles und des Heimatstiles in Freiberg. S. 169-183:

Erste Jugendstilbauten entstanden im Jahr 1899 in Freiberg. Aus denkmalpflegerischer Sicht von überregionaler Bedeutung ist der Jugendstil-Schutzbau für die Goldene Pforte am Freiberger Dom, der nach Forderungen von Cornelius Gurlitt nicht historistisch gestaltet, sondern in zeitgemäßen Formen ausgeführt wurde.

 

Anke Schindler: Die Stadt in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. S. 184-192:

Zu den wichtigsten Baumeistern der Zeit nach dem 1. Weltkrieg gehörten die beiden Stadtbaumeister Gustav Rieß und Georg Salzmann, sowie der regional bedeutende Döbelner Architekt Werner Retzlaff, der in Freiberg einige seiner Frühwerke schuf. Vor allem das Stadt- und Bezirkskrankenhaus und das Krematorium, beides nach Entwürfen von G. Salzmann errichtet, sind gute Beispiele für die Architektur der Zeit.

 

Kristin Voßler: Die bauliche Entwicklung Freibergs zwischen 1933 und 1945. S. 193-198:

Herausragendes Beispiel für das Baugeschehen dieser Zeitspanne ist die Siedlung "Am Sonnenrad", die nach einem Entwurf von Georg Salzmann in den Jahren 1935-1938 errichtet wurde und eine Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie in die Architektur zum Ziele hatte (Aufmarschplatz, Fachwerk in Form von Runen, usw.). von Kriegszerstörungen blieb die Stadt weitgehend verschont.

 

Christiane Erler: Die bauliche Entwicklung Freibergs in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts: S. 199-207:

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg sah vor allem einen umfassenden Ausbau der "Hochschulstadt", die bereits in den 30er Jahren begonnen wurde. Gigantomanische, nie umgesetzte Pläne sind ebenso kennzeichnend für das Baugeschehen in der DDR, wie die Schwierigkeiten innerstädtischer Bebauung, die in Freiberg jedoch - trotz mehrfacher Pläne zum Abbruch der Altstadt - insgesamt als vetretbar angesehen werden muß. Zu nachhaltiger Vernachlässigung der Altbausubstanz mit drohenden großflächigen Verlusten infolge von mangelnder Bauunterhaltung kam es erst nach dem in diesem Aufsatz behandelten Zeitabschnitt.

 

Heinrich Magirius: Sakralbauten in Freiberg. S. 208-241:

Das fast alle der erhaltenen Freiberger Sakralbauten in den letzten Jahren und Jahrzehnten in kleineren Aufsätzen bis hin zu umfangreichen Monographien untersucht worden sind und eine angemessene Darstellung auch hier den Umfang des Bandes gesprengt hätte, wurde in diesem Aufsatz besonders eine Wertung des Bestandes gelegt. Mit der spätromanischen Goldenen Pforte und der Ausstattung der kurfürstlichen Begräbniskapelle finden sich in Freiberg Kunstwerke von internationaler Bedeutung. Das spätgotische Langhaus des Domes und die Barockumbauten der Petrikirche und der Nikolaikirche sind hingegen von Belang für die Architekturentwicklung in Obersachsen.

 

Manfred Lawrenz: Die Freiberger Stadtbefestigung. S. 242-259:

Die Freiberger Stadtbefestigung wurde seit dem 13. Jahrhundert immer wieder erneuert, bis sie in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgegeben, zu einer Promenade umgewandelt und teilweise abgebrochen wurde. Während sich jedoch erhebliche Teile der Stadtmauer erhalten haben, so mussten alle 5 Stadttore dem Bebauungsdruck weichen. Diese sind jedoch aufgrund der zahlreichen Zeichnungen und einiger Risse recht gut dokumentiert.

 

Tim Tepper: Schloss Freudenstein. S. 260-272:

Die Burg Freiberg entstand noch im 12. Jahrhundert, wie anhand eines ergrabenen Bergfriedes aus dieser Zeit belegt werden kann. Mehrere Umbauten in den folgenden Jahrhunderten lassen sich bislang nur ungenügend fassen. Das heutige Bild des seit dem 16. Jahrhundert "Freudenstein" genannten Schlosses rührt von einem grundlegenden Renaissance-Umbau des kurfürstlichen Baumeisters Hans Irmisch aus den Jahren 1566-1577 und Umbauten zum Magazingebäude um 1800 her.

 

Frieder Jentsch und Herbert Kaden. Zur Baugeschichte der ältesten Gebäude der TU Bergakademie in Freiberg. S. 273-287:

Die in der Altstadt gelegenen ersten Gebäude der im Jahr 1765 gegründeten Bergakademie Freiberg sind Gegenstand sind Gegenstand dieser Untersuchung. Die komplizierte Baugeschichte des klassizistischen Hauptgebäudes in der Akademiestraße wird anhand wiederaufgefundener Pläne des Architekten Eduard Heuchler genauer beleuchtet. Zahlreiche Um- und Erweiterungsbauten führten zu dem heutigen Komplex, der fast ein ganzes Quartier einnimmt. Etwas entfernt steht das Renaissancegebäude Brennhausgasse 5, das als Laboratorium diente und heute eine Gedenkstätte an Clemens Winkler, den hier wirkenden Entdecker des Elementes Germanium beherbergt.

 

Heinrich Douffet: Freiberger Vorstädte - Stadtentwicklung außerhalb der Stadtmauern. S. 288-364:

Die heutigen "Vorstädte" Freibergs entstanden nach Anfängen im 15. und 16. Jahrhundert, Zerstörungen im 17. Jahrhundert und nachfolgendem, sich lange Zeit hinziehenden Wiederaufbau nach Abbruch dieser Gebäude vor allem seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Insofern ist dieser ausführliche Aufsatz als eine Ergänzung zu den Aufsätzen über die bauliche Entwicklung der Stadt von um 1850 bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zu verstehen, wobei der Autor die Entwicklung bis in die unmittelbare Gegenwart berührt. Zahlreiche Pläne belegen hier besonders eindrucksvoll die jeweiligen, (glücklicherweise) oft nicht ausgeführten Planungen.

 

Heinrich Douffet: Denkmalpflege in Freiberg - Geschichte und Bewertung. S. 365-399:

Der Autor, selbst jahrzehntelang ehrenamtlicher Denkmalpfleger in Freiberg und als solcher mit den Schwierigkeiten der Erhaltung von Denkmalen zu DDR-Zeiten bestens vertraut, kann anhand von Freiberg einen überaus wichtigen Beitrag zur Denkmalpflege in Sachsen beisteuern. War doch der Freiberger Altertumsverein, der nach seiner Gründung im Jahr 1860 zunächst geradezu ein "Denkmalpflegeverein", der sich um die Erhaltung zahlreicher "Altertümer" in Freiberg und Umgebung verdient gemacht hat. An erster Stelle sind hier die beiden ehemaligen Vorsitzenden des Vereins Heinrich Gerlach und Konrad Knebel sowie der auch als Architekt tätige Zeichenlehrer Eduard Heuchler zu nennen. Ab den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden systematisch Aufmaße und ab 1880 ebenso systematisch Fotografien von Häusern und Details in der Freiberger Altstadt auf Anregung und mit finanzieller Unterstützung des Vereins angefertigt! Aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist besonders auf den Kampf der Freiberger Bürger um die Erhaltung "ihrer" Stadt hinzuweisen. Die Bedrohungen verdeutlicht anschaulich ein Modell der Altstadt nach einem Entwurf von Hermann Henselmann, nach dem diese weitgehend von Neubaublocks beherrscht würde. Bei Umsetzung dieses Projektes hätte sich die Erarbeitung einer Denkmaltopographie Freiberg erübrigt!

 

Rainer Bruha: Stadtsanierung und Denkmalpflege. S. 400-405:

Anhand ausgesuchter Beispiele innerstädtischer Bebauung verdeutlicht der Autor die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen einer Bebauung in einer historischen Altstadt. Geradezu historistische Lösungen, wie die Kopien einiger Gebäude stehen hierbei modernen Lösungen gegenüber.

 

 

Yves Hoffmann/Uwe Richter (Hg.): Denkmale in Sachsen. Stadt Freiberg. Beiträge, Band II. ISBN 3-936784-01-9.

 

Der nunmehr vorliegende Band II der Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg beinhaltet wiederum eine große Anzahl von Einzelaufsätzen zu bestimmten Themengebieten Freiberger Denkmale. Nachdem in Band I vor allem die bauliche Entwicklung der Stadt seit deren Gründung im Mittelpunkt gestanden hatte und darüber hinaus einige Bauwerke intensiver beleuchtet wurden, widmet sich Band II den wirtschaftlichen Hintergründen für das baugeschehen, den bergbaulichen und sonstigen technischen Denkmalen, den Kleindenkmalen, der Plastik von Spätgotik bis Barock. Darüber hinaus finden sich in dem Band einige Detailuntersuchungen zum Hausbau der Spätgotik und Renaissance und zu dendrochronologischen Fragen. Das Band I und Band II als eine Einheit zu verstehen sind, wird aus der durchgehenden Seiten- und Abbildungsnummerierung deutlich. Mit 697 teilweise farbigen Abbildungen und einer Beilage ist auch der 434 Seiten starke Band II opulent ausgestattet.

Mit dem im März 2004 erscheinenden Band III werden die Beiträge zur Denkmaltopographie abgeschlossen. Darin sind dann zwei längere Aufsätze zu den Wand- und Deckenmalereien des 15.-19. Jahrhunderts, eine Untersuchungen über die Wand- und Fensterkonsolen des 16. und 17. Jahrhunderts sowie der Quellenanhang (Baubestimmungen und eine Liste Dendrochronologisch untersuchter Gebäude), ein Glossar und das Register zu finden.

Im folgenden sollen die einzelnen Aufsätze in Band II kurz vorgestellt werden:

 

Peter Dornbusch: Über die Entwicklung der Wirtschaft der Stadt Freiberg seit ihren Anfängen, S. 409-432

Der Autor, der über dieses Thema promoviert hat, stellt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dar, die zur Entstehung Freibergs geführt und die in der Folgezeit die Geschicke der Stadt immer wieder bestimmt haben. An erster Stelle ist hierbei natürlich der Silberbergbau zu erwähnen, aber auch die Entwicklung von Handel und Handwerk und die Industrialisierung im 19./20 Jahrhundert sind ganz wesentliche Aspekte, ohne deren Kenntnis das Verständnis für die vorhandenen Denkmale in Freiberg nur schwer möglich ist.

 

Wolfgang Schwabenicky: Der hochmittelalterliche Bergbau in und um Freiberg, S. 433-443

In diesem Beitrag werden von einem der profundesten Kenner der Montanarchäologie Mitteleuropas aufgrund neuer Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft die Rechtsverhältnisse des entstehenden Silberbergbaus im 12./13. Jahrhundert nachgezeichnet. Außerdem wird auf die bergbaulichen Bodendenkmale, die in geringem Umfang innerhalb der Stadt selbst und in großer Anzahl im Umland noch vorhanden sind, näher eingegangen.

 

Herbert Pforr: Technische Denkmale des Freiberger Erzbergbaus,
S. 444-457

Zeitlich an den Aufsatz Wolfgang Schwabenickys anschließend, vermittelt Herbert Pforr, der lange Jahre in der Lehrgrube "Alte Elisabeth" tätig war, einen Eindruck vom neuzeitlichen Bergbau in Freiberg. Die vorhandenen, teilweise stadtbildprägenden Bergbauanlagen, wie die "Reiche Zeche", die "Alte Alisabeth" und die "Himmelfahrt Fundgrube" stehen dabei im Mittelpunkt der Ausführungen.

 

Christoph Denke: Die Freiberger Porzellanfabriken - Industriedenkmale, die im Bergbau ihren Ursprung haben, S. 458-463

Der langjährige Mitarbeiter der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Freiberg stellt in seinem kurzen Aufsatz die zwei Freiberger Porzellanfabriken vor. Nachdem sich im ausgehenden 19. Jahrhundert die Einstellung des Bergbaus abzeichnete, entstanden teilweise mit massiver Unterstützung der Stadt die beiden Fabriken ab 1905 und ab 1920.

 

Joachim Scholz: Die Hütten Freibergs, S. 464-472

Der Silberbergbau benötigte praktisch mit dem ersten geförderten Kilogramm Erz Schmelzhütten, in denen das Silber gewonnen werden konnte. Von den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hütten haben sich vor Ort jedoch nur die durch Schlackenhalden markierten Standorte erhalten, so daß die angeführten Pläne und Ansichten des 16.-19. Jahrhunderts einen Einblick vermitteln müssen. Die erhaltenen Hüttenanlagen in Freiberg stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

 

Dieter Mucke: Röschen, Flöße und Anzüchte - historische Wasserversorgung und Abwasserableitung in Freiberg, S. 473-484

Zu den ungewöhnlichen Denkmalen zählen die Be- und Entwässerungssysteme, denen sich der Autor beruflich seit vielen Jahren widmet. Erstmals überliefert sind sogenannte Anzüchte bereits in dem um 1300 aufgezeichneten Freiberger Stadtrecht. Bis heute hat das weitverzweigte, immer wieder erneuerte System Bedeutung für die Trockenhaltung von Kellern und damit direkten Einfluss auf die Erhaltung der historischen Bausubstanz der in Altstadt.

 

Thorsten Adler: Die eisenbahntechnischen Anlagen der Freiberger Bahnhöfe, S. 485-492

Freiberg erhielt im Jahr 1862 einen Eisenbahnanschluss, nachdem 1860/61 nach Entwürfen von Constantin Hille das heute noch vorhandene, allerdings stark vereinfachte Hauptgebäude errichtet worden war. Die bauliche Entwicklung der bahntechnischen Anlagen, die teilweise unter Denkmalschutz stehen, wird für den Leser bis in die heutige Zeit nachvollziehbar gemacht.

 

Balder Preuß: Kleindenkmale im Stadtgebiet von Freiberg, S. 493-507

Balder Preuß hat sich Jahrzehnte vor allem mit den Postmeilensäulen des 18. Jahrhunderts beschäftigt. Darüber hinaus stellt er in seinem Beitrag Grenzsteine des 16.-18. Jahrhunderts und die sogenannten Stadtbegrenzungssäulen aus dem Jahr 1791 vor.

 

Ines Lorenz: Erinnerungsstätten in Freiberg, S. 508-537

Die Stadtarchivarin Ines Lorenz geht in ihrem Aufsatz der großen Gruppe der Denkmale nach, die zumeist zu Ehren einer bestimmten Person errichtet wurden und die sehr oft auch wieder aus dem Stadtbild verschwunden sind, so daß es heute noch 14 derartige Denkmale in Freiberg gibt. Das älteste der vorgestellten Denkmale ist das Fragment einer Betsäule aus dem Jahr 1489. Die anderen Denkmale dieser Gruppe entstanden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, zunächst bevorzugt in den "Promenaden", wie die zu Grünflächen umgestalteten Befestigungsanlagen der Stadt in dieser Zeit bezeichnet wurden. Besonders den aus politischen Erwägungen aufgestellten Denkmalen war oft keine lange Lebensdauer vergönnt, wie die Beispiele des Bismarckdenkmals und des Stalindenkmals zeigen.

 

Heinrich Douffet: Freiberger Friedhöfe, S. 538- 576

Der langjährige Denkmalpfleger stellt die bekannt gewordenen Begräbnisstätten Freibergs ausführlich vor. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich die noch erhaltenen Friedhöfe, wie der Alte Donatsfriedhof mit seinen zahlreichen teilweise auch kunstgeschichtlich und vor allem kulturgeschichtlich bedeutsamen Grabmalen und der Grüne Friedhof am Dom.

 

Michael Kirsten: Spätgotische Skulptur in Freiberg, S. 577-614

Die spätgotische Skulptur Freibergs war vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederholt Gegenstand kunstgeschichtlicher Untersuchungen. Die Bildhauerwerkstätten der Stadt gehörten vom ausgehenden 15. Jahrhunderts bis um 1520 zu den wichtigsten und produktivsten Obersachsens. Mit den im Dom erhaltenen Apostelfiguren hat sich ein überregional bedeutsames Hauptwerk vor Ort erhalten. Michael Kirsten kommt bei seiner Untersuchung zu einer differenzierten Betrachtung der bisherigen Zuweisungen.

 

Yves Hoffmann und Uwe Richter: Renaissanceplastik in Freiberg (1530-1650), S. 615-693

Aufgrund der ungenügenden Forschungssituation haben die beiden Herausgeber die mit dem Moritzmonument und der Ausstattung der kurfürstlichen Begräbniskapelle international bedeutende Renaissanceplastik in Freiberg lediglich auf zahlreichen Abbildungen zusammengestellt. Der Beitrag zeigt vor allem die vorhandenen Forschungslücken auf und möchte zu Untersuchungen anregen.

 

Mario Titze: Barockplastik in Freiberg, S. 694-728

Die in Freiberg vorhandene, von den bedeutendsten Bildhauern Sachsens geschaffene Barockplastik wird hier erstmals in ihrer Gesamtheit vorgestellt. Ein nicht unerheblicher Teil gelangte jedoch erst später nach Freiberg, wie etwa der ehemalige Hainichener Altar aus dem Jahr 1674 von Johann Heinrich Böhme d. Ä. oder die aus Schloss Prettin stammende sogenannte "Schwesterngruft" mit Figuren Balthasar Permosers aus den Jahren 1703/04 und 1710/12. Mario Titze, der über "Das barocke Schneeberg" promoviert hat und somit die in Schneeberg ansässige Bildhauerfamilie Böhme, die wichtigste des ausgehenden 17. Jahrhunderts bestens kennt, kommt zu wichtigen neuen Erkenntnissen, die für das Bild der Barockplastik in Sachsen insgesamt von großer Bedeutung sind.

 

Yves Hoffmann und Uwe Richter: Die Entwicklung der Portale am bürgerlichen Hausbau Freibergs vom ausgehenden 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts, S. 729-806

Die in großer Anzahl vorhandenen Portale der Spätgotik und Renaissance in Freiberg werden erstmals vollständig behandelt und abgebildet. Aufgrund der in großem Umfang mittels dendrochronologischer und archivalischer Untersuchungen ermittelten Baudaten können Entwicklungslinien der Bauplastik aufgezeigt werden, die auch über Freiberg hinaus von Interesse sind. Neben den vielen eher durchschnittlichen Bürgerhausportalen finden sich in der Stadt auch einige wenige Portale mit einem höheren Anspruchsniveau der Bauherren.

 

Bernd Standke: Bauhistorische Untersuchungen an Dachwerken des späten 15. und des 16. Jahrhunderts in Freiberg, S. 807-820

Im Zusammenhang mit den dendrochronologischen Untersuchungen der Gebäude, die immer auch in den Dachwerken stattfanden, war es möglich deren konstruktiven Entwicklung nachzugehen. Neben einigen wenigen Dachwerken des ausgehenden 15. Jahrhunderts mit zuweilen zeittypischen Merkmalen, lässt sich in Freiberg vor allem ein konstruktiv gleichbleibendes Dachwerk des frühen 16. Jahrhunderts bis zum ausgehenden 17. Jahrhundert belegen. Ausgewählte Dachwerke werden in Längs- und Querschnittzeichnungen sowie fotografisch dargestellt.

 

Karl-Uwe Heußner: Dendrochronologische Aspekte zur Holznutzung in Freiberg, S. 821-823

Der Autor, der seit nunmehr über einem Jahrzehnt einen Großteil der dendrochronologischen Proben in Mitteldeutschland bis hin nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern untersucht, ist seit 1993 auch in Freiberg tätig. In seinem Aufsatz geht er auf die über Freiberg und die einzelnen Bauwerke hinaus weisenden Ergebnisse der zahlreichen Untersuchungen ein.

 

 

 

 

Yves Hoffmann/Uwe Richter (Hrsg.): Denkmale in Sachsen. Stadt Freiberg. Beiträge, Band III. ISBN 3-936784-02-7. Freiberg 2004.

 

Der nunmehr vorliegende Band III der Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg schließt die aus drei Einzelbänden bestehenden "Beiträge" ab. Nachdem in Band I vor allem die bauliche Entwicklung der Stadt seit deren Gründung im Mittelpunkt gestanden hatte und darüber hinaus einige Bauwerke intensiver beleuchtet wurden und sich der Band II den wirtschaftlichen Hintergründen für das Baugeschehen, den bergbaulichen und sonstigen technischen Denkmalen, den Kleindenkmalen, der Plastik von Spätgotik bis Barock sowie einigen Detailuntersuchungen zum Hausbau der Spätgotik und Renaissance widmete, finden sich im vorliegenden Buch vor allem drei Aufsätze zur Innenausstattung der Bürgerhäuser, ein Quellenanhang, ein Glossar und das Orts- und das Personenregister. Das die Bände I-III als eine Einheit zu verstehen sind, wird aus der durchgehenden Seiten- und Abbildungsnummerierung deutlich. Mit 349 überwiegend farbigen Abbildungen ist auch der 268 Seiten starke Band III opulent ausgestattet.

Im Folgenden sollen die einzelnen Aufsätze in Band III kurz vorgestellt werden:

 

 

Angelica Dülberg: Wand- und Deckenmalereien vom 15. bis zum ausgehenden 17. Jahrhundert in Freiberger Bürgerhäusern mit einem Katalog der Wand- und Deckenmalereien vom 15. bis zum 19. Jahrhundert in Freiberg, S. 828-926

In bürgerlichen Hausbau Freiberg haben sich in vergleichsweise außerordentlich großem Umfang nicht nur Deckenmalereien der Renaissance und des Barock sondern auch Wandmalereien vom 15. Jahrhundert bis in das 20. Jahrhundert erhalten. Angesichts dieses Umfanges können viele Fragestellungen im vorliegenden Aufsatz nur angeschnitten werden. Die Autorin geht vor allem auch auf die ikonografischen Zusammenhänge detailliert ein und widmet sich den künstlerisch und kulturhistorisch bedeutendsten Malereien besonders. Der Umstand, das die sämtliche fotografisch dokumentierten und zumindest in einem gewissen Unfang erhaltenen Malereien hier vorgestellt und auf über 220 Fotografien abgebildet werden, machen den nunmehr publizierten Freiberger Bestand zu wichtigen Vergleichsobjekten in ganz Mitteldeutschland.

 

Robert Hofmann: Zwei Decken mit Emblemen im Schönbergischen Hof in Freiberg, S. 927-958

Von den zahlreichen erhalten bemalten Balkendecken werden hier zwei frühbarocke Decken im bedeutendsten Gebäudekomplex Freibergs aus dieser Zeit im Detail vorgestellt und jedes Deckenfeld mit Emblem abgebildet. Der Autor macht dabei den Bedeutungsgehalt der Embleme anhand der lateinischen Inschriften sowie mit Hilfe der zahlreichen Emblembücher deutlich.

 

Yves Hoffmann und Uwe Richter: Fenstersäulen - Fensterpfeiler - Fensterkonsolen - Wandkonsolen. Ein Beitrag zur Innenarchitektur profaner Räume des 16. und 17. Jahrhunderts in Freiberg, S. 959-1000

Zu den wesentlichen Bestandteilen der Innenarchitektur vor allem der Renaissancehäuser Mitteldeutschlands gehören Fenster- und Wandkonsolen, die zuweilen auf Pfeilern oder Säulen ruhen. Mit den vorgestellten, sämtlichen bislang bekannten Konsolen in über 70 Gebäuden in Freiberg wird erstmals eine zusammenfassende Untersuchung zu diesem Phänomen vorgelegt und deren stilistische Entwicklung von ihrem ersten Auftreten in Obersachsen um 1510 bis zu deren Verschwinden um 1700 anhand von 92 Abbildungen verfolgt.

Gisela-Ruth Engewald und Uwe Richter: Freiberger Baubestimmungen (um 1300 bis 1888), S. 1001-1033

In Freiberg haben sich in ungewöhnlich großem Umfang Baubestimmungen erhalten, die größtenteils Bestandteil der Brandschutzbestimmungen sind. Außergewöhnlich früh sind Festlegungen, die sich in dem um 1300 aufgezeichneten Freiberger Stadtrecht finden lassen. Die beiden Bearbeiter stellen die jeweiligen Schriftquellen zunächst kurz vor, gehen auf die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Bauvorschrift sowie auf die Bedeutung und die Auswirkungen auf den Hausbau in Freiberg ein. Sämtliche bekannt gewordenen Baubestimmungen Freibergs des genannten Zeitraums sind damit buchstabengetreu ediert.

 

Yves Hoffmann und Uwe Richter: Liste dendrochronologisch untersuchter Gebäude in Freiberg, S. 1034-1049

Als Quellenanhang werden neben den Baubestimmungen auch die 125 bisher dendrochronologisch untersuchten Gebäude und Gebäudeteile kurz vorgestellt, die Entnahmestellen und die jeweils ermittelten Datierungen genannt und schließlich die Bedeutung der einzelnen Daten für die Baugeschichte des jeweiligen Gebäudes kurz referiert. Damit ist die Nachprüfbarkeit jeder einzelnen Jahreszahl gegeben, so dass die in den Aufsätzen der Bände I-III genannten dendrochronologisch gestützten Bau- und Umbaudaten kritikfähig sind.

 

Ein Glossar (S. 1051-1056) sowie das Orts- und das Personenregister (S. 1057-1077) schließen das Buch ab. In dem kurzen Glossar werden die wichtigsten Fachwörter kurz erläutert. Es kann und soll natürlich kein Architektur- oder Geschichtslexikon ersetzen. Das Register listet sämtliche Orts- und Personennamen der drei Bände der Beiträge zur Denkmaltopographie Freiberg auf, so dass die Benutzbarkeit des Gesamtwerkes erheblich erleichtert wird.

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

designed and hosted by imd

Stand: 21.Mai 2005